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Gerhard Schone - Der Spiegel Lyrics

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  • Da steht sie, vom Duschen noch nass
  • vor mir, ihrem Spiegel im Bad.
  • Wieder trifft mich ihr Blick voller Hass,
  • sie findet ihr Spiegelbild fad.
  • Oft hat sie mit feindlichem Blick
  • die Flecken betrachtet am Kinn,
  • fand Hüften und Beine zu dick.
  • Grad dort, meint sie, guckt jeder hin!
  • Was hat sie nicht alles versucht:
  • Gehungert, sich geschminkt und frisiert.
  • Am Ende mich immer verflucht,
  • geheult und die Schminke verschmiert.
  • Ich kenn ihren Schalk im Genick.
  • Ihr Lachen erfüllte das Haus.
  • Ich weiß, sie hat Sterne im Blick,
  • doch kaum sieht sie mich, gehen die aus.
  • Ich bin im Betrachten geübt,
  • hab allzugern Frauen beäugt.
  • Doch das macht einen Spiegel betrübt,
  • wenn er nichts als Kummer erzeugt.
  • Wie gern spräche ich jetzt zu ihr,
  • wie schön ich sie immer schon fand.
  • Ihr Mund: Ein geschmeidiges Tier.
  • Ihr Körper: Ein herrliches Land.
  • Ihr Blick: Wie ein Feuer im Schnee.
  • Ihr Antlitz: Ein Garten, bewohnt
  • von wilden Narzissen und Klee.
  • Die Tränen: Zwei Wolken im Mond.
  • Ich bitte dich: Schau richtig hin!
  • Entdecke den Zauber, die Pracht!
  • Auch wenn ich ein Spiegel nur bin,
  • der nichts, als ein Spiegelbild macht.

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